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Völlig losgelöst - Wireless in Unternehmen

Völlig losgelöst – Wireless in Unternehmen

Kabelloses Internet, Wireless Local Area Network oder kurz WLAN, ist weit verbreitet. Öffentliche WLAN-Netze in Kommunen, Restaurants, Universitäten, Gewerbeparks, auf Flughäfen oder in Flugzeugen gehören zum Alltag. Video-Streaming dominiert inzwischen den Datenverkehr. Es ist ebenso wie das Internet der Dinge, Cloud-Lösungen oder Industrie 4.0 ohne WLAN gar nicht denkbar.

Leistungsstarke Leitungen als Voraussetzung

Zur Nutzung einer Infrastruktur ohne Kabel müssen allerdings einige Faktoren erfüllt sein. Wichtigste Voraussetzung ist die Modernität der Leitungen, denn die Stabilität des WLAN hängt in hohem Maße von der Verbindungsgeschwindigkeit der Internetanschlüsse im Festnetz ab. Über Glasfaser lassen sich wesentlich höhere Geschwindigkeiten erzielen beziehungsweise höhere Datenraten schalten als über die älteren Kupferleitungen.

Deutschland ist beim Angebot an schnellem Internet nicht gerade Spitzenreiter, sondern belegte nach Angaben von Eurostat im ersten Quartal 2017 mit 15,3 MBit/s europaweit lediglich Platz 25.

Daher fördern Bundesregierung und Landesregierungen Projekte zur Erschließung der Regionen. Hohen Nachholbedarf gibt es vor allem in Mitteldeutschland.

„Hochschalten auf Gigabit“ lautete daher auch das Motto der vier ostdeutschen Telekommunikationsnetzbetreiber. Allein das Unternehmen envia TEL hat seit 2015 mehr als 100 Gewerbegebiete mit Glasfaser ausgerüstet. Die Kleinstadt Aue im Erzgebirge war im Oktober vergangenen Jahres der 100. Gewerbestandort, der von envia TEL mit Glasfaser versorgt wurde. Bis zum Jahr 2019 will der lokale Netzbetreiber 100 weitere Gewerbegebiete anschließen. Das Unternehmen investiert dabei mittelfristig 30 Millionen Euro in den Infrastrukturausbau und die Gigabit-Netztechnologie.

Neben der Geschwindigkeit der Datenübertragung hat auch der Abstand des Hausanschlusses zum nächsten Verteiler Einfluss auf die Stabilität des kabellosen Netzwerks.

Sicherheitsvorkehrungen spielen beim Firmen-WLAN zweifellos eine sehr viel größere Rolle als im privaten Bereich. Hier sollte man weder Geld sparen noch die Mühe scheuen, die jeweils neueste Software zur Abwehr von Hackern anzuwenden.



Mehr Rechtssicherheit für öffentliche Netze

Um WLAN im Unternehmen zu implementieren, müssen aber nicht nur technische Voraussetzungen erfüllt sein. Auch rechtlichen Fragen muss große Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Im vergangenen Jahr hat der Bundestag mit der Verabschiedung des Dritten Gesetzes zur Änderung des Telemediengesetzes die so genannte Störerhaftung abgeschafft und den Weg für eine schnelle Ausweitung öffentlicher Netze freigemacht. Hotspot-Anbieter setzen sich seitdem nicht mehr dem Risiko aus, kostenpflichtig abgemahnt zu werden, falls Nutzer illegale Inhalte aus dem Internet abrufen. Touristen im Harz können so mit Beginn der Sommerferien beispielsweise kostenloses WLAN auf dem Weg zum Hexentanzplatz nutzen, damit die Gäste grenzenlos Fotos verschicken oder im Internet surfen können.

Beim firmeneigenen WLAN sollte vorab geregelt werden, ob Mitarbeiter es nur für betriebliche Zwecke nutzen dürfen oder auch privat. Im ersten Fall ist das Unternehmen als Betreiber des WLAN-Netzes kein „Anbieter“. Wenn das WLAN der Firma auch für private Zwecke genutzt werden darf, erbringt das Unternehmen geschäftsmäßige Telekommunikationsdienste. Hier gelten unterschiedliche Vorschriften.

Der aktuelle Trend, immer und überall online zu sein, bringt für Unternehmen zweifellos neue Herausforderungen, aber auch zahlreiche Möglichkeiten zur Entwicklung neuer Geschäftsfelder. WLAN kommt dabei als Basis für die weitere Technologieentwicklung eine entscheidende Rolle zu.

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