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So kann virtuelle Realität Unternehmen in Zukunft unterstützen

Konsumenten wissen längst, was sie mit der Augmented und Virtual Reality (AR/VR) anfangen können. Unter vielen Weihnachtsbäumen werden in diesem Jahr VR-Brillen liegen, mit denen man in eine 3-D-Umgebung eintauchen können soll, in der Wirklichkeit und Fiktion kaum noch zu unterscheiden sind. Kinder und Jugendliche wünschen sich AR- oder VR-Brillen, um Computerspiele voll zu genießen, Eltern und Großeltern wollen Reiseziele erkunden oder Filme schauen. Im privaten Bereich ist die virtuelle Realität längst angekommen. Vielen Unternehmen dagegen sind die Einsatzfelder dieser Technologie noch immer unklar. Dabei ist die VR-Technologie ein entscheidender Faktor in der digitalen Fertigung – um komplette Produktionsprozesse zu optimieren und die Sicherheit am Arbeitsplatz zu erhöhen.

Gute Erfahrungen und vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Wie eine Befragung des Capgemini Research Institute vom vergangenen Jahr unter 700 Unternehmen zeigt, die bereits mit AR und VR arbeiten, wird die Nutzung der virtuellen Realität in drei bis fünf Jahren standardisiert sein. 82 Prozent der Befragten, die AR oder VR gegenwärtig in den Geschäftsbetrieb einführen, sammeln nach Angaben der Studie damit gute Erfahrungen. In den USA, China und Frankreich wird die Technologie am ehesten genutzt, Deutschland liegt bei der Implementierung von AR weltweit auf Platz vier, von VR auf Platz fünf.
Die Einsatzmöglichkeiten für AR und VR sind vielseitig. Die Capgemini-Studie führt Beispiele auf: Boeing-Techniker arbeiten mit einer Anleitung für den Schaltplan der Flugzeugverkabelung im Sichtfeld, damit der Techniker die Hände frei hat. Dies verkürzt die Produktionszeit um 25 Prozent und reduziert die Fehlerraten auf null. BMW-Ingenieure und -Konstrukteure verwenden VR, um zu testen, wie Komponenten eines Autos aussehen, wenn sie ohne physisches Prototyping zusammengebaut werden. Bei Pacific Gas and Electric werden VR- und Anlagendaten verwendet, um Arbeitnehmern zu ermöglichen, die Ausrüstung schneller und sicherer zu überprüfen, und die Verletzungsgefahr für Techniker zu verringern.
Mit der erweiterten oder virtuellen Realität werden heute Maschinen repariert und gewartet, Bau- und Architekturprojekte oder Automodelle entwickelt und begutachtet, Mitarbeiter geschult oder Operationstechniken getestet. AR und VR sind die perfekten Technologien, um Zeit und Kosten einzusparen.

Zukunft leicht voraussehbar

Um die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten von AR und VR zu sehen, braucht man nicht viel Fantasie. Prototypen von Maschinen und Anlagen, von Geräten, Autos oder anderen Transportmitteln müssen nicht mehr hergestellt werden. Bauprojekte können besichtigt werden, bevor der erste Spatenstich erfolgte. Um Anlagen zu warten und zu reparieren, muss man nicht mehr auf den Experten warten. Mittels AR- oder VR-Brille können Monteuren von jedem Platz der Welt Anweisungen gegeben werden.

Highspeed-Internet als Voraussetzung

AR/VR in den Arbeitsablauf eines Unternehmens zu implementieren, ist ein komplexer Prozess. Das reale Umfeld, das in der virtuellen Realität abgebildet werden soll, muss erfasst und in virtuelle Bilder umgesetzt werden. Dabei müssen riesige Datenmengen, CAD-/CAE-Daten der Maschinen, Bauteile und Baugruppen, übermittelt werden. Voraussetzung zur Erfassung, Weiterverarbeitung und Wiedergabe all der Daten ist ein leistungsfähiges und vor allem stabiles Internet. Das kann nur mit FTTH (Fibre to the Home) erreicht werden, also einem Glasfaserkabel, das direkt zum Unternehmen führt. Wird für das letzte Stück vom Verteilerkasten bis zum Anschluss in das Gebäude noch Kupferkabel verwendet, werden die Daten ausgebremst, und die Wiedergabe der virtuellen Realität ist unpräzise. Envia TEL, der führende regionale Telekommunikationsdienstleister und Netzbetreiber für Industrie, Gewerbe und Carrier in Mitteldeutschland, verlegt Glasfaserkabel bis zum Unternehmen. Wer mit der neuen Technologie im Wettbewerb punkten will, sollte sich rechtzeitig mit Highspeed-Internet versorgen. Eine VR-Brille – wie man sie unter den Weihnachtsbaum legen kann – schafft noch keine unternehmenstaugliche virtuelle Realität.

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