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05.08.2020

Nachhaltigkeit in der Digitalisierung: FTTH-Glasfasernetze mit deutlich geringerem Stromverbrauch

Die Digitalisierung gilt als wichtiger Faktor im Kampf gegen den Klimawandel. So reduzieren beispielsweise virtuelle Meetings die Reiseaktivitäten weltweit und tragen damit nachhaltig zur Eindämmung von Emissionen bei. Laut E-Sustainability-Studie haben smarte Prozesse sogar das Potenzial, den globalen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2030 um ein Fünftel zu verringern. Doch die Corona-Krise hat gezeigt: Wenn Kommunikation, Kollaboration und Datenaustausch nahezu flächendeckend ins Netz verlagert werden, erhöhen sich nicht nur die Anforderungen an die verantwortlichen IT-Dienstleister. Auch der Stromverbrauch steigt exponentiell. Genau hier setzen moderne FTTH-Glasfasernetze an. Sie können den Energieaufwand im Zuge der Digitalisierung signifikant reduzieren und leisten damit einen wertvollen Beitrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit.

Wachsende Serverkapazitäten mit steigendem Energiebedarf

Von virtuellen Meetings bis hin zu zur additiven Fertigung auf Basis von 3D-Druck – die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran. Diese Entwicklung ist jedoch mit hohen Rohstoff- und Energiebedarfen verbunden. Immer höhere Bandbreiten und explosionsartig wachsende Datenmengen müssen verarbeitet werden. Kamen deutsche Rechenzentren 2015 noch mit 12 Terrawattstunden aus, werden es im aktuellen Jahr 14 Terrawattstunden sein. Bis 2025 prognostizieren die Experten vom Fraunhofer IZM sogar einen Anstieg auf 16,4 Terrawattstunden.

Der digitale Fußabdruck: Wie viel Strom braucht die Digitalisierung?

Allein in Deutschland verursacht die Digitalisierung 33 Millionen Tonnen CO2 – pro Jahr. So steht Kalkulationen zufolge jeder Suchanfrage bei Google ein Strombedarf in Höhe von 0,3 Wattstunden gegenüber. Umgerechnet bedeutet das: Wer 20-mal googelt, verbraucht so viel Energie wie eine Energiesparlampe pro Stunde. In der Server-Hochburg Frankfurt/Main entfallen daher bereits 20 Prozent des gesamten Energieaufkommens auf den Betrieb von Rechenzentren. Das erklärt auch den hohen Emissionsausstoß: Weltweit hat der Informations- und Telekommunikationssektor (ITK) einen Anteil von 3,7 Prozent – und liegt damit sogar deutlich über dem der Luftfahrtindustrie mit vergleichsweise geringen 2,5 Prozent.

FTTH-Glasfasernetze mit deutlich besserer Ökobilanz

Doch die Digitalisierung darf nicht zum Klimakiller werden. Daher gilt es, den Strombedarf bereits bei der Planung des Breitbandausbaus zu berücksichtigen. Die Lösung liegt in der Verlegung von FTTH-Glasfasernetzen. FTTH steht dabei für „Fiber to the Home“ – also Glasfaser bis zum Endanschluss und zeichnet sich neben einer maximalen Übertragungsrate auch mit einer positiven Ökobilanz aus. So verbrauchen die weit verbreiteten Kupferleitungen im Rahmen von VDSL- und Super-Vectoring bis zu 17-mal so viel Strom wie FTTH-Lösungen.

Auch die weit verbreitete Alternative – FTTC, also Glasfaser bis zum Technikraum – schneidet in Sachen Stromverbrauch deutlich schlechter ab und erweist sich in diesem Kontext oft als Mogelpackung. Zwar wird sie als Glasfasernetz beworben, in der Regel handelt es sich jedoch lediglich um VDSL, denn die Glasfaserleitung endet am Knotenpunkt und damit oft mehrere hundert Meter vom eigentlichen Anschluss entfernt.

Der Bundesverband für Breitbandkommunikation, kurz BREKO, hat ermittelt, dass eine deutschlandweite Versorgung mit echter Glasfaser Einsparpotenzale von 1.100 Megawatt pro Gigabit birgt. Das entspricht annähernd der Leistungsfähigkeit eines ganzen Kohlekraftwerks. Allerdings verfügen derzeit erst schätzungsweise 1,5 Millionen Objekte in Deutschland über einen entsprechend hochwertigen Anschluss. Grund dafür sind die hohen Kosten bei der nachträglichen Verlegung. Daher werden echte Glasfasernetze wohl weiterhin vorwiegend bei Neubauprojekten zum Einsatz kommen. Die envia TEL hat es sich zum Ziel gesetzt, mehr als 40.000 Firmen in Mitteldeutschland an das Glasfasernetz anzuschließen, und baut ihr 6.000 km langes Netz in über 350 Gewerbegebieten in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kontinuierlich aus. Hier können Sie prüfen, ob an Ihrem Standort bereits ein Glasfaseranschluss möglich ist.

Glasfasernetze als Teil von Green IT-Konzepten

In FTTH-Glasfasernetzen liegt weitereichendes Potenzial, um den mit der Digitalisierung verbundenen Emissionsausstoß nachhaltig zu reduzieren. Vor allem verbunden mit erneuerbaren Energien werden Netzanbieter und Rechenzentren damit zum wichtigen Faktor im Klimawandel und können nachhaltig an der CO2-Reduktion mitwirken. Auch das von envia TEL betriebene Datacenter Leipzig setzt auf Glasfaseranbindung. Darüber hinaus nutzt man Strom aus erneuerbaren Energien und trägt damit zur CO2-Reduktion bei.

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