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Falk Petro

Ein Blick aus dem Inneren eines TK-Unternehmen

Ein Produktmanager der envia TEL gibt Auskunft über die Herausforderungen eines Telekommunikationsunternehmens in einem sich schnell wandelnden Markt.

Als ich 2003 als Produktmanager bei envia TEL anfing, war die TK-Welt noch dreigeteilt in Sprache, Daten und Internet. Sprache, in Form von ISDN-Anschlüssen, war damals das Maß der Dinge. Ein boomender Markt waren die Festverbindungen, die hauptsächlich für andere Netzbetreiber bereitgestellt wurden. Die damals üblichen Bandbreiten für Festverbindungen lagen bei 128 Kbit/s. Teilweise wurden auch schon 2 Mbit/s geschaltet, was aber eher selten vorkam und sehr teuer war.

Das Internet, mein Zuständigkeitsbereich von Anfang an, steckte damals noch in den Kinderschuhen. Die wenigen Firmen oder Privatkunden, die damals Internetanschlüsse nutzten, verbanden sich mit einem Modem oder einer ISDN-Karte mit unseren Einwahlservern. Datenvolumen war teuer, sodass die heute üblichen Flat-Abrechnungsmodelle nicht angeboten wurden.

Wenn man den heutigen Telekommunikationsmarkt betrachtet, wird deutlich, wie stark sich dieser in den letzten Jahren verändert hat. Anstatt über Einwahlverbindungen wird heute täglich über Gigabit-Internet geredet. Die ursprünglich für Telefonie oder Fernsehen entwickelten TK-Netze werden heute primär für die Übertragung von Internetdaten genutzt. Telefonie und Fernsehen treten so mehr und mehr in den Hintergrund. Durch diese Entwicklungen hat sich die durchschnittlich genutzte Bandbreite je Internetanschluss innerhalb einer reichlichen Dekade um etwa den Faktor 100 vergrößert. Das Bandbreitenwachstum wird sich nahezu linear fortsetzen. Die nächsten Treiber der Entwicklung sind Cloud-Dienste und Vernetzung.

Als Produktmanager beobachte ich diese Trends permanent. Als Basis für die Bandbreitenentwicklung nutze ich gern das Gesetz von Nielson (das „Nielsons Law“ des Dänen Jakob Nielsen). Demnach wächst der Bandbreitenbedarf pro Jahr um ca. 50 %. In 10 Jahren braucht man also ca. das 57-fache der heutigen Bandbreite. Auch wenn man sich das für die Zukunft nicht vorstellen kann, reicht ein Blick in die Vergangenheit, um die Regel nachzuvollziehen. Wer würde z. B. heute noch mit 1 oder 2 Mbit/s im Internet arbeiten wollen? Das aktuelle VDSL ist mit dem Super-Vectoring, welches maximal 250 Mbit/s im Download und 40 Mbit/s im Upload erreicht, spätestens 2023 für die große Masse der Nutzer zu langsam.

envia TEL baut deshalb schon seit vielen Jahren permanent sein Glasfasernetz aus. Immer mehr Gewerbegebiete werden erschlossen oder Netze in bereits erschlossenen Gebieten erweitert. Mit neuen Themen beschäftigen wir uns sehr intensiv. So sind von envia TEL in den nächsten Monaten und Jahren hochmoderne und flexible Lösungen rund um Cloud, Security und Vernetzung (Schlagwort „SD-WAN“) zu erwarten. Meine Arbeit wird so also weiter hochspannend bleiben.

Einen Tipp möchte ich gern noch mitgeben: TK-Unternehmen geben beim Glasfaserausbau für den Glasfaseranschluss oft hohe Rabatte. Auch wenn der Anschluss oft noch nicht zwingend notwendig ist, sollte man das Angebot mitnehmen. Eine spätere Anschlussherstellung ist meist deutlich teurer und für das gesparte Geld kann man den Anschluss so schon einige Zeit genießen.

Falk Petro
Produktmanager envia TEL


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