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Konzentrierte Frau vor Laptop mit Headset macht sich Notizen

07.05.2020

Gemeinsames Lernen trotz Social Distancing

Corona-bedingt findet seit Mitte März in ganz Deutschland kein klassischer Präsenzunterricht mehr statt. „Social Distancing“ lautet die Devise. Laut Statista lernen knapp elf Millionen Schülerinnen und Schüler seither von zu Hause aus. Auch wenn für die nächsten Wochen eine schrittweise Wiedereröffnung der Schulen geplant ist, wird es bis auf Weiteres keine Rückkehr zum normalen Unterricht geben. Folglich bedarf es dringend digitaler Strategien, mit denen sich virtuelles Lernen gestalten lässt. Eine Schule aus Markkleeberg in der Nähe von Leipzig macht vor, wie Bildung 4.0 nachhaltig gelingen kann.

E-Learning: Was ist das?

Virtuelles Lernen via Smartphone, Laptop & Co. – im Zuge der Covid-19-Pandemie musste die deutsche Bildungslandschaft umdenken: Statt im Klassenzimmer vor Ort unterrichten Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler infolgedessen digital. E-Learning steht auf dem Stundenplan – also Lernen mithilfe elektronischer Medien. Die Bandbreite reicht dabei

  • von webgestützten Portalen (z. B. die LernSax-Plattform in Sachsen)
  • über Kommunikations-Apps speziell für den virtuellen Unterricht (z. B. Seesaw)
  • bis hin zu Online-Meetings und Videokonferenzen (z. B. Google Meet oder Microsoft Teams).

Welche Lösung die jeweils passende ist, hängt maßgeblich von der Schulform, vom Alter der Kinder und von den technischen Möglichkeiten der Bildungseinrichtungen ab. Dabei sind sie Möglichkeiten heute unendlich größer als nur Aufgaben per Email zu verteilen.

Best Practice: E-Learning in der Oberschule Markkleeberg

Die Oberschule Markkleeberg hat bereits direkt nach dem Lockdown ihren eigenen Weg gefunden. Dazu wurde die Schulhomepage kurzerhand zur Kommunikationsplattform umgewandelt. Seither generieren die Lehrkräfte digitale Bildungsinhalte und stellen sie in klassenspezifischen Aufgabenpools virtuell zur Verfügung. Mit Schülern und Eltern stehen sie via E-Mail in Kontakt. Umfragetools dienen Feedbackzwecken und tragen zur kontinuierlichen Verbesserung der Lernumgebung bei. Auch der Austausch zwischen den Lehrern und mit der Schulleitung erfolgt online: zweimal wöchentlich via Videokonferenz.

Und das Konzept geht auf: Die Schülerinnen und Schüler profitieren von der virtuellen Lernzeit. Das Feedback ist durchweg positiv. An diesem Beispiel zeigt sich, dass die Ausnahmesituation auch als Chance dienen kann – um neue Lernmethoden auszuprobieren und digitale Elemente langfristig als wertvollen Baustein einer erfolgreichen Bildung zu etablieren.

Kollaboration als wichtiger Erfolgsfaktor

Wie und ob digitales Lernen gelingt, hängt von verschiedenen Aspekten ab. Dazu zählt die verständliche Aufbereitung des virtuellen Unterrichtsstoffs ebenso wie eine Erfolgskontrolle des Gelernten. Besonders essenziell ist aber die Möglichkeit zum aktiven Austausch. Umsetzen lässt sich das mittels Online- und Videokonferenzen, in Form von Chats oder Instant Messaging. Wichtig ist, dass Kollaboration auf verschiedenen Ebenen stattfindet:

  • zwischen Lernenden und Lehrenden
  • zwischen Eltern und Lehrkräften
  • innerhalb der Lehrerschaft und
  • unter den Schülern, beispielsweise innerhalb einer Klasse (virtuelles Gruppenlernen).

Auf diese Weise findet ein aktiver Austausch statt und Bildung wird nicht zur Einbahnstraße, sondern zum gelebten Entwicklungsprozess.

Vorteile digitaler Bildung

Lernen wird nicht auf Dauer ausschließlich digital stattfinden. Es ist jedoch zu hoffen, dass sich E-Learning künftig als wichtiger Bestandteil des Schulunterrichts etabliert. Aus gutem Grund: So sind digitale Lerninhalte unabhängig von Ort und Zeit zugreifbar. Das bedeutet, dass sich die Schülerinnen und Schüler den Unterrichtsstoff in ihrem Lerntempo aneignen können. Zudem bietet die Verwendung verschiedener digitaler Medien und Methoden die Möglichkeit, den Unterricht abwechslungsreicher zu gestalten und die Schülerinnen und Schüler aktiv einzubinden.

Datenschutz und IT-Security: Sicherheit hat oberstes Gebot

Doch digitales Lernen wird sich – trotz seiner Mehrwerte – nur dann durchsetzen, wenn die Datensicherheit gewährleistet ist. Die Suche nach einem externen Dienstleister mit maximalen Sicherheitsstandards ist daher die Grundlage für den virtuellen Bildungserfolg. Wichtig sind dabei vor allem drei Aspekte:

  • Hosting in Deutschland: Nur wenn die Daten hierzulande – bzw. in Europa – gespeichert und verarbeitet werden, greift hiesiges Recht, das Daten zuverlässig vor Zugriffen Dritter schützt.
  • Schnelle Internetanbindung: Nur so funktionieren Videokonferenzen – zum Beispiel virtuelle Dienstberatungen – störungsfrei und in HD-Qualität.
  • Zertifizierte Sicherheitskonzepte: Wie gut die Daten in einem externen Rechenzentrum tatsächlich geschützt sind, weisen Datacenter mit Qualitätssiegeln nach, wie der DIN EN 50600, der ISO 9001 oder der ISO/IEC 27001.

Eine Checkliste für Rechenzentren finden Sie hier.

Der Weg ins virtuelle Klassenzimmer ist unaufhaltsam

Mit der pandemischen Verbreitung von Covid-19 hat die Digitalisierung in vielen Schulen wesentlich schneller Einzug gehalten als erwartet. 83 Prozent der Schülerinnen und Schüler sehen darin eine einmalige Chance für besseren Unterricht, höhere Lernerfolge und den effizienteren Einsatz begrenzter Lehrkapazitäten. Jetzt gilt es, die Erfahrungen aus den vergangenen Wochen zu nutzen und digitale Bildung zum dauerhaften und festen Bestandteil des Unterrichts zu machen. Dafür bedarf es neben digitalkompetenten Lehrerinnen und Lehrern insbesondere einer entsprechenden Infrastruktur, die E-Learning im (daten-)geschützten Raum ermöglicht.

Wie eine solche Infratstruktur am Europäische Gymnasium Waldenburg umgesetzt wurde lesen Sie hier.

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