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Digitaler Wandel braucht schnelles Internet

Digitaler Wandel braucht schnelles Internet

Der digitale Wandel verändert die Welt – und die Wirtschaft. Er erfasst alle Branchen und Bereiche, ändert Ideen, Produkte, Vertriebswege, Kommunikationsarten und Arbeitsweisen. Schnelles Internet ist daher ein wesentlicher Standortfaktor – für Firmen, Städte und Kommunen, die darauf keinen Zugriff haben, ist das eine schwierige Situation.

Industrie 4.0 und Big Data

Zwei technologische Entwicklungen prägen die Digitalisierung der Wirtschaft besonders stark. Eine davon ist die intelligente, vernetzte Produktion, die auch als Industrie 4.0 bezeichnet wird: Dabei sind Menschen, Maschinen, Logistik, Anlagen und Produkte digital verbunden. Sie kommunizieren und kooperieren direkt und unentwegt miteinander, zu jedem Zeitpunkt der Produktion. Diese umfassende Vernetzung bezieht alle Phasen im Lebenszyklus eines Produkts mit ein. Sie reicht von der Ideenfindung über die Entwicklung, die Fertigung, den Verkauf, die Pflege und Wartung bis zum abschließenden Recycling.

Die zweite umwälzende Entwicklung heißt Big Data. Es handelt sich um besonders große, komplexe, schnelle und vielfältige Datenmengen, die mit den herkömmlichen Methoden der Datenverwertung nicht mehr zu bewältigen sind. Sie benötigen zwingend Hochgeschwindigkeitsnetze, denn es geht um gigantische Datenberge, Tera- oder Petabytes an Messdaten, umfassende digitale Vorhersagemodelle, Analysen im Sekundentakt sowie um unterschiedlichste Datenquellen und –formate. Big Data ist darüber hinaus ein Sammelbegriff für Technologien, die den digitalen Wandel in Gesellschaft und Wirtschaft überhaupt erst ermöglichen und ihn vorantreiben.

Digitalisierung als Wettbewerbsvorteil

Beide Entwicklungen – Industrie 4.0 und Big Data – fordern tiefgreifende strukturelle Veränderungen in den Unternehmen. Schon heute sind mehr als 20 Milliarden Geräte und Maschinen über das Internet vernetzt. Prognosen gehen davon aus, dass diese Zahl bis zum Jahr 2030 auf eine halbe Billion steigen wird. Digitale Kompetenzen, Technologien und Netzwerke sind folglich ein entscheidender Wettbewerbsfaktor quer durch alle Branchen und Betriebsbereiche. Die Digitalisierung fordert Sportartikelhersteller ebenso wie Architekten oder Airlines, sie betrifft die Produktentwicklung genauso wie den Kundenservice und das Recruiting neuer Arbeitskräfte. Firmen jeder Größe bleibt nichts anderes übrig, als auf die umwälzenden technologischen Entwicklungen zu reagieren, wenn sie in der zunehmend digitalisierten Welt bestehen wollen.



Branchensprecher kämpfen für den Breitbandausbau

So sehen es auch der IT-Branchenverband Bitkom und dessen Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder: „Ziel muss es sein, vom Getriebenen zum Gestalter des digitalen Wandels zu werden.“ Eine Studie des Verbandes hat herausgefunden, dass in Deutschland zwei Drittel aller Händler die Digitalisierung als Chance wahrnehmen, dass aber gleichzeitig 77 Prozent sich als digitale Nachzügler empfinden. Das hat unterschiedliche Ursachen – eine davon sind fehlende Breitbandanschlüsse vor allem in ländlichen Regionen. Wo es sie nicht gibt, werden Unternehmen vom digitalen Wandel abgehängt und können weder gestalten noch reagieren. Fehlende Hochgeschwindigkeitsnetze werden so zum Risiko für ganze Standorte. Städte, Gemeinden und Gewerbegebiete ohne Breitbandanschlüsse laufen Gefahr, die rasanten digitalen Veränderungen zu verpassen.

Viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und suchen nach Möglichkeiten für ein schnelles Internet. Gleichzeitig drücken sie ihre Unzufriedenheit darüber aus, dass der Nachholbedarf in weiten Teilen Deutschlands so groß ist. Mit der Schulnote 3,7 (also nicht einmal „befriedigend“) bewerteten die deutschen Industrieunternehmen im Jahr 2017 die politischen Anstrengungen und Ziele beim Breitbandausbau. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Martin Wansleben, fasste die Situation mit einem prägnanten Satz zusammen: „Wir müssen deshalb alles dafür tun, den Ausbau des Glasfasernetzes noch stärker voranzutreiben als bisher geplant.“ Dies wird beispielsweise schon von envia TEL umgesetzt: Das Unternehmen investierte bisher über 30 Mio. Euro in den Breitbandausbau, wodurch bereits mehr als 200 Gewerbegebiete mit der Glasfasertechnologie ausgestattet werden konnten.

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