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Der Siegeszug geht weiter: Cloud-Technologien in Unternehmen

08.03.2018

Der Siegeszug geht weiter: Cloud-Technologien in Unternehmen

Cloud-Computing verbreitet sich rasant. 2020 wird die Branche weltweit 411,48 Milliarden US-Dollar umsetzen, fast doppelt so viel wie 2016 (219,68 US-Dollar), sagt das amerikanische Marktforschungsunternehmen Gartner Inc. voraus. Laut Prognose des führenden Anbieters von Analysen zur Entwicklung der Informationstechnologie wird es im Jahr 2020 für Unternehmen genauso unüblich sein, eine überbetriebliche „No-Cloud“-Strategie einzusetzen, wie es heute selten ist, eine „No-Internet“-Strategie anzuwenden. „Weitere hochmoderne IT-Funktionen werden nur in der Cloud verfügbar sein, sodass sich auch zögerliche Unternehmen der Cloud-Einführung annähern. Während einige Anwendungen und Daten in älteren Technologien verbleiben, werden immer mehr neue Lösungen cloudbasiert sein, was die Nachfrage nach Integration weiter erhöht“, so Yefim V. Natis, Vizepräsident der Gartner Inc.

Auch in Deutschland boomt die Branche. Von 8,77 Milliarden Euro Umsatz im B2B-Bereich im Jahr 2015 wächst Cloud-Computing nach Angaben des Statistikportals Statista auf 31,5 Milliarden Euro im Jahr 2020.

Der vom Verband Bitkom e.V. herausgegebene „Cloud Monitor 2017“ stellt fest: „Die Cloud-Nutzung in der Wirtschaft wird immer mehr zum Standard.“

Kostenersparnis und Mobilität als klare Vorteile

Kein Wunder – die Datenmengen in den Unternehmen werden immer größer, die Mitarbeiter immer mobiler. Die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen, das sogenannte Cloud-Computing, wird zur Notwendigkeit. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen liegen die Vorteile diese Art der Daten- und Softwareverwaltung auf der Hand: Kostenersparnis und Mobilität. Software wird nicht mehr gekauft, sondern abonniert, Speicherplatz oder Rechenleistung werden nicht erworben, sondern geliehen. IT-Ressourcen können heute flexibel, wirtschaftlich und nahezu unbegrenzt über das Internet bezogen werden. Der Einkauf erfolgt nach Bedarf, wodurch sich Investitionen in Hard- und Software beträchtlich reduzieren lassen. Dabei ist gewährleistet, dass immer die aktuellste Software zum Einsatz kommt und in der zunehmend mobilen Arbeitswelt jeder Mitarbeiter von jedem Punkt der Erde aus Zugang zu den Daten des Unternehmens erhalten kann – egal ob über den PC, das Tablet oder das Mobiltelefon.

Geringe Verbreitung in Deutschland

Trotz dieser Vorteile nutzt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes nur ein geringer Teil der Firmen in Deutschland einen Cloud-Service: 2016 waren es gerade 17 Prozent aller Unternehmen mit Internetzugang. Neuere Daten liegen noch nicht vor. Damit rangiert Deutschland im EU-Vergleich auf Platz 21. Nur in Ungarn, Zypern, Griechenland, Lettland, Polen, Bulgarien und Rumänien vertrauen weniger Unternehmen der Cloud. Finnland liegt mit einem Anteil von 57 Prozent an der Spitze.

Kleine Firmen sind bei der Nutzung von Cloud-Services erwartungsgemäß sehr viel zurückhaltender als große Unternehmen. 15 Prozent der Firmen mit 10 bis 49 Mitarbeitern und 21 Prozent der Firmen mit 50 bis 149 Mitarbeitern wagten sich bisher in das Umfeld der Cloud, während 38 Prozent der Firmen mit 250 Beschäftigten und mehr das Geschäftsmodell bereits im Einsatz haben. Dabei sind vor allem Rechenzentren gefragt: 63 Prozent der Unternehmen nutzen den Cloud-Service zur Speicherung ihrer Daten.

Allerdings gibt es bei der Erfassung der Cloud-Nutzung in Deutschland sehr unterschiedliche Angaben. Eine aktuelle Studie des ITK-Verbandes Bitkom e.V., im Auftrag der Consultingfirma KPMG, geht davon aus, dass zwei von drei Unternehmen (65 Prozent) in Deutschland im Jahr 2016 Software, Speicher oder Rechenleistung aus der Cloud verwendeten.

Das Unternehmen forcont business technology gmbh wiederum ermittelte in einer Umfrage für die Studie „Mittelstand in Sachen Cloud-Computing auf Wolke 7?”, dass vier von fünf Befragten heutzutage mit SaaS (Software as a Service) als Teilbereich des Cloud-Computings arbeiten oder es selbst anbieten.



Schnelles Internet als Voraussetzung

17, 65 oder 80 Prozent – Fakt ist, dass die Anwendungen steigen und Cloud-Computing mehr und mehr in die Arbeitswelt eindringt. Voraussetzung für den Einsatz dieser IT-Dienstleistungen sind ein schnelles Internet und vertrauenswürdige Angebote. Beides kann beispielsweise envia TEL bieten: Das Unternehmen verlegt Glasfaseranschlüsse und betreibt in Taucha bei Leipzig ein Hochleistungsrechenzentrum, in dem Server von Unternehmen mit höchstem Sicherheitsstandard betrieben werden können.

Datensicherheit als Dauerbrenner

Fragen der Sicherheit beschäftigen die Unternehmen an erster Stelle, wenn es darum geht, sensible Daten an externe Dienstleister aus der Hand zu geben und sich in Sachen Software von ihnen abhängig zu machen. Das zumindest brachte die Studie “Mittelstand in Sachsen Cloud-Computing auf Wolke 7?” zutage. Unter den Firmen, die bisher kein Cloud-Computing nutzten, stieg die Zahl derer, die Sicherheitsmängel befürchten, massiv an: von 60 Prozent 2015 auf über 90 Prozent im letzten Jahr. Auch bei den Nutzern hat die Datensicherheit höchste Priorität, obgleich sie zugunsten der Forderung nach einer stabilen Performance ein klein wenig an Bedeutung verlor.

Aber auch zu dieser Frage gibt es keine einheitlichen Angaben. Nach den Ergebnissen der Bitkom-Umfrage halten 57 Prozent der befragten Geschäftsführer und IT-Verantwortlichen ihre Unternehmensdaten in der Public Cloud für „sehr sicher“ oder „eher sicher“. Nur vier Prozent glauben, ihre Daten seien in der Cloud „sehr unsicher“ oder „eher unsicher”.

Allerdings ist es müßig, sich als Unternehmer an Umfragen und Statistiken zu orientieren. Denn nicht die Umsatzzahlen der Branche oder die Cloud-Nutzung der anderen überzeugen, sondern allein die Qualität der angebotenen Dienstleistung. Auch das Internet brauchte seine Zeit, bis es in allen Unternehmen angekommen war.

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